Quest - Schüttgüter und Sternenstaub

Konzept: Kornblum-Rettenmund

Performance, Choreographie: Tamara Rettenmund

Ausstattung, Licht: Amelie Hensel

Musik, Sounddesign: Christoph Rothmeier

Coaching: Sigal Zouk, Jared Gradinger

Premiere: 09.04.2019

Ort: Sophiensaele, Berlin

Für die Aufführung Quest begeben sich Kornblum- Rettenmund mit dem Künstler und Musiker Christoph Rothmeier auf die Held*innenreise in die dunklen Gefilde des Weltraums und des Tülls und öffnen ihre Recherche den Aspekten einer klingenden Bühne. Sie verknüpfen die Bahnen unterschiedlich beschaffener Gewebe und folgen dem Ruf des Abenteuers.

Quest – Schüttgüter und Sternenstaub ist das Destillat einer sechsmonatigen Researchphase. Eine Suche in zwölf Kapiteln nach dem Tanz der neuen Beine. Der Weg führt entlang einer steilen Wand in erdige Ackerfurchen.

„ Aufgefaltet wie Nebel, die einer Bergschlucht entsteigen, schimmernd wie ein von sanftem Wind berührter See und feucht und weich wie feine Erde, die der Regen soeben benetzt hat. “.1 Tüll.

Fragmente, in denen sich das Licht bricht, öffnen den Raum in vielfältige Richtungen und zeigen den zugleich verletzlichen wie unbesiegbaren Körper.

„Wer sich in einen leeren Raum verwandelt, in den andere ungehindert hineingehen könnten, der wäre Meister aller Lebenslagen. Stets vermag das Ganze den Teil zu beherrschen.“ 2

Die Versuchsanordnung wird zum Wagstück: nicht zu wissen. Ein eigenes Maß finden. Flügellahm. Wie lange hält eine Pause? Ist dies der Moment, in dem aus einem Blick Tanz wird?

Wir untersuchen die Aussparungen, das Weglassen, das Ende des Wissens. Dort, wo der Weltraum zuende ist, fängt etwas neues an. Wenn ein Kapitel geschrieben ist, entsteht ein Neues. Immer.

 

1Ch`a -king, Luh-yü, 3.Kapitel

2Das Buch vom Tee, Kakuzo Okakura